. .

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Hier finden Sie häufig gestellte Fragen und die dazugehörenden Antworten.

Weshalb braucht es den/das neue Sportplatz/Sportzentrum Moos?

Für einen Aus- und Umbau sprechen grundsätzlich zwei Faktoren. Zum einen ist die Infrastruktur auf dem Sportplatz Moos in die Jahre gekommen. Mangels Kunstrasen muss im Spätherbst der Trainings- und Spielbetrieb im Moos über den Winter eingestellt werden.

Obwohl in Wettswil/Bonstetten Streethockey auf höchstem nationalen Niveau gespielt wird, müssen die Streethockeyaner auf zu kleinen Feldern spielen.

Kurz, sowohl den Fussballern wie den Streethockeyanern fehlen notwendige Trainings- und Wettkampfstätten. Zudem ist die bestehende Infrastruktur im Moos in die Jahre gekommen und bedarf so oder so einer Erneuerung und Erweiterung.

Wie sieht das neue Zentrum in etwa aus? 

Zwei Rasenplätze, Ein Kunstrasenplatz, ein Streethockey-Feld, Garderoben- und Magazingebäude, Clubrestaurant.

Was ist denn heute anders als vor gut 20 Jahren, als das Moos gebaut wurde?

Der Fussballclub Wettswil, kurz FCWB, damals gerade knapp 10 Jahre alt, hat sich mittlerweile von einem überschaubaren Dorfverein zum grössten Verein gemausert, welcher auch eine grosse Anziehungskraft auf fussballbegeisterte Jugendliche und Aktive in den umliegenden Gemeinden aus.

Der aktuelle Trainings- und Spielbetrieb ist nur noch mit viel Improvisation und Goodwill aller Beteiligter aufrecht zu erhalten. Dennoch müssen wir viele Interessierte abweisen oder auf eine Warteliste verweisen.

Vor gut zwanzig Jahren spielten ein paar Unentwegte mit Stock und Helm ausgerüstet in der Siedlung Bruggefeld. In den letzten Jahren entwickelte sich daraus der renommierte Street Hockey Club Bonstetten-Wettswil, kurz SHCBW, welcher mit seiner ersten Mannschaft schon seit 10 Jahren in der Nationalliga A spielt. Mit der zweiten Mannschaft in der Nationalliga B und einer starken Nachwuchsabteilung ist der SHCBW eine feste Grösse in und um Wettswil/Bonstetten geworden.

Analog zum FCWB, plagen den SHCBW grosse Infrastrukturprobleme. So platzt die aktuelle Trainings- und Wettkampfstätte im Schulhaus Schachmatten aus allen Nähten. Zudem wird hier den umliegenden Anwohnern durch den hohen Lärmpegel eine grosse Toleranz abverlangt, was auf Länge schlicht nicht tolerabel ist.

Was muss man sich unter grossem Wachstum vorstellen und wie gross sind die Vereine heute?

Beim FCWB spielen derzeit 100 Erwachsene in verschiedenen Aktiven-, Veteranen und Seniorenmannschaften. In der Jugendabteilung trainieren und spielen derzeit über 250 Jugendliche. Leider müssen wir jedes Jahr zusätzlich ca. 80 Jugendliche auf eine Warteliste verweisen.

Beim SHCBW stieg die Zahl von den paar Freizeitspielern zu nunmehr über 85 Mitgliedern.

Beim SHCBW ist das Einzugsgebiet etwas grösser. Die Aktivmitglieder stammen aber ebenfalls zu über 80% Prozent aus den drei Unterämtler Gemeinden.

Was hat nun plötzlich der FCWB mit dem SHCBW zu tun?

Es geht darum, dass die Sportvereine über den eigenen Tellerrand hinausschauen, Synergien bündeln und sich unterstützen.

Konkret ist es so, dass ohne neues grösseres Stadion der SHCBW in den nächsten Jahren aus der Nationalliga A zwangsrelegiert wird, ein absolutes Unding und eine Katastrophe für einen Verein, der sich in den letzten Jahren um eine grosse Sport- und Jugendarbeit verdient gemacht hat.

Ein solches Schicksal blüht dem FCWB zwar nicht, aber die grossen Wartelisten und die zum Teil unhaltbaren Zustände lassen eine Fortführung des Trainings- und Spielbetriebs auf die Länge nicht zu. Ohne Neuerungen müssen die Zielsetzungen neu definiert werden. Konkret heisst dies, dass über Ausscheidungstrainings die Zahl der Spieler um 25% bis 30% gesenkt werden muss.

Das erklärte Ziel beider Vereine ist es jedoch, gemeinsam den Um- und Ausbau des Sportplatzes Moos zum Sportzentrum Moos voranzutreiben, damit beiden Vereinen für die sportliche und gesellschaftliche Weiterentwicklung ein adäquates Umfeld zur Verfügung steht und sie künftig möglichst alle interessierten Sportbegeisterte in ihren Reihen aufnehmen können.

Was ist denn mit gesellschaftlicher Weiterentwicklung sonst noch gemeint?

Das neue Sportzentrum Moos soll nicht nur den beiden Vereinen einen zeitgerechten Trainings- und Spielbetrieb ermöglichen, sondern ein Anziehungspunkt für sportbegeisterte Jugendliche und Erwachsene werden. Aber auch Bevölkerung, Spaziergänger und Freizeitsportler sollen die Möglichkeit haben, im Moos eine Rast einzulegen interessante Trainings und Wettkämpfe zu sehen, an Festivitäten teilzunehmen und den Austausch zu pflegen.

Gibt es noch weitere Synergiemöglichkeiten?

In der Schweiz wird seit wenigen Jahren das Förderprogramm des Bundes "J+S Kids" aktiv in den Vereinen propagiert, um Knaben und Mädchen zwischen 5 und 10 Jahren an den Sport heranzuführen und polysportiv auszubilden. Wie eingangs erwähnt, muss der FCWB sehr viele interessierte Jugendliche auf eine Warteliste verweisen. Auch der SHCBW hat mit Problemen zu kämpfen. Diese Entwicklungen laufen dem Förderprogramm des Bundes und dem in unseren Vereinen stark propagierten Grundsatz, Jugendlichen eine sinnvolle und attraktive Freizeitbeschäftigung anbieten zu können, total zuwider.

Zusammen mit anderen in- und auswärtigen Vereinen bietet sich hier eine ideale Möglichkeit, Jugendliche in die Sportwelt einzuführen und ihnen eine breite Palette zeigen zu können. So kann der vermeintliche Fussballer plötzlich zum begeisterten Street Hockeyaner heranwachsen und umgekehrt. Mit beiden Vereinen auf der gleichen Anlage können so mehr Möglichkeiten ausprobiert werden und Synergien genutzt werden.

Für die beiden Vereine ist hier der Bedarf einer neuen Anlage mehr als gegeben, aber wie sieht es für die Bevölkerung allgemein aus?

Gesellschaftlich leisten die Sportvereine einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung und Integration von Jugendlichen, nicht zuletzt auch in der Gewalt- und Suchtprävention.
Sie bieten Ihnen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für Junge und Erwachsene.
Sie fördern die sozialen Kontakte und tragen zu einem aktiven Gemeindeleben bei.

Im konkreten Fall des Um- und Ausbaus Moos wird durch den Standortwechsel der Streethockeyaner die Problematik durch die Lärmbelastung im Schulhaus Schachmatten entschärft.

Die z. T. winterfesten Anlagen bieten weiteres Nutzungspotenzial für die Sportvereine.
Nun soll diese Anlage zwischen sechs und sieben Millionen Schweizerfranken kosten, ist dies nicht überrissen und im heutigen wirtschaftlichen Umfeld unangebracht?

Heute verfügt der Sportplatz Moos über zwei Rasenfelder, ein kleines Clubrestaurant mit Zeltanhang, ein Garderoben-/Magazinhaus mit Behelfscontainern. Die Infrastruktur ist veraltet und abgenutzt, die Spielfelder in einem schlechten Zustand, weshalb schon alleine ein ausgewiesener Renovationsbedarf von über einer Million Schweizerfranken besteht, um die Anlage wie bisher nutzen zu können.

Der Grundsatzentscheid über den Bau einer den Normen des nationalen Verbandes genügenden Streethockey-Anlage muss unabhängig von der Standortfrage gefällt werden. Ein solcher Bau mit der nötigen Infrastruktur ist mit einem siebenstelligen Betrag zu veranschlagen.

Vor dem Hintergrund der Zusammenlegung beider Projekte, die Anpassungen an veränderte respektive gestiegene Nutzung und des Baus eines ganzjährlich benutzbaren Kunstrasenplatzes sind die Kosten von rund sieben Millionen Schweizerfranken nicht übermässig hoch. Es entsteht kein Luxusobjekt.

Wie lässt sich ein solches Projekt im heutigen Umfeld rechtfertigen?

Beim vorliegenden Projekt handelt es sich um ein Infrastrukturprojekt und nicht eine Konsumausgabe der Gemeinde(n). Die neue Anlage bringt für die Gemeinde auch einen Mehrwert.

Die Alternative ist ein Flickwerk von Einzelmassnahmen. Für die Sanierung respektive Werterhaltung der bestehenden Anlagen kommen hohe Kosten auf die Gemeinde(n) zu, ohne dass daraus ein Mehrwert entsteht, geschweige denn die aktuellen Probleme gelöst werden. Wohl ist es so, dass gegenüber heute die Unterhaltungskosten des Moos um ca. 20% ansteigen.

Berücksichtigt man aber, dass die neue Anlage mit drei Fussballfeldern (eines davon mit Kunstrasen), eine Streethockey-Anlage, grösseren Garderoben und Magazinanlagen und dem neuen Clubrestaurant wesentlich grösser ist, fallen die Unterhaltskosten einer neuen Anlage proportional geringer aus.

Damit gibt es auch aus finanzieller Sicht zwei stichhaltige Gründe für das Projekt. Nebst dem würde eine besonders in wirtschaftlichen Krisen wichtiges positives antizyklisches Signal gesetzt werden können, von dem auch das lokale Gewerbe profitieren würde.

Wie sieht es aber mit der Finanzierung aus, muss das "reiche" Wettswil die Rechnung zahlen?

Es führt kein Weg daran vorbei, dass Wettswil die Führung übernehmen muss, alleine schon, weil die Sportanlage auf Wettswiler Boden realisiert wird.

Es ist aber auch die dezidierte Meinung der involvierten Sportvereine, dass vor allem die Gemeinden Bonstetten und Stallikon an der Finanzierung mitwirken müssen. Wie eingangs beschrieben, kommen viele aktive Fussballer und Streethockeyaner aus diesen beiden Gemeinden.

Die Anteil der Gemeinde errechnen sich aus einem Schlüssel, der die Anteile der Bevölkerung, sowie denjenigen der Vereinsmitglieder berücksichtigt.

Was leisten die Vereine selbst?

Konkret ist geplant, das Projekt mit Frondienstarbeiten und soweit möglich auch mit finanziellen Beiträgen zu unterstützen und die Rechnung damit zu entlasten.

Insgesamt ist hierbei die Rede von einem Mindestbeitrag im Umfang einer Viertelmillion Franken. Einige Leistungen sind schon definiert, weitere sind noch offen.

Auch im Bereich Unterhalt sind Vorschläge zur Reduktion der Belastung andiskutiert. Es steht jedoch ausser Zweifel, dass die Vereine nicht die Hauptlast tragen können, aber ihren gerechten Beitrag leisten müssen und auch bereit sind zu leisten.

Kurz zusammengefasst, was spricht für einen Um- und Ausbau des Sportplatzes Moos zum Sportzentrum Moos und weshalb sollen sich die Bevölkerungen nicht nur von Wettswil, sondern vor allem auch von Bonstetten und Stallikon dafür aussprechen?

Die Sportstätten sind ins Alter gekommen und haben mit der Entwicklung der Vereine nicht Schritt halten können. Mit dem Aus- und Umbau des Moos zu einem Sportzentrum können effizient verschiedene, der Lösung harrende Sportfragen gelöst werden.

Die Anziehungskraft der Vereine für Junge und Erwachsene, Aktive sowie Passive aus den Gemeinden Wettswil, Bonstetten, Stallikon und weiteren, reflektiert einerseits das grosse Bedürfnis nach sinnvoller gemeinsamer Freizeitgestaltung und ruft nach einer Gemeinde übergreifenden Lösung.

Die Investitionskosten sind vor dem Hintergrund des damit geschaffenen Mehrwerts für Vereine wie auch für die Bevölkerung insgesamt nicht überhöht. Die Unterhaltskosten können optimiert und die Lärmbelastung reduziert werden.

Wie ist diese Ungewissheit den Stimmbürgern von Wettswil bei einer Abstimmung zu erklären?

Es ist davon auszugehen, dass über sechshundert Aktive diese Anlagen regelmässig benutzen werden. Dadurch relativiert sich die Gesamtsumme von Schweizerfranken sechs bis sieben Millionen verteilen und pro regelmässigen Benutzer würde noch ein Investitionsbetrag von CHF 11‘000 anfallen. Bei einer positiven Abstimmung seitens von Wettswil wird ein starkes Signal und Fakten an die übrigen involvierten Gemeinden ausgesendet, vor allem die beiden stark betroffenen Bonstetten und Stallikon. Durch die aktive Mitwirkung von so vielen Jugendliche und Erwachsenen als Aktive und Passive aus den beiden Gemeinden Bonstetten und Stallikon ist klar ein Bedürfnis abzuleiten, was von offizieller Seite nicht ignoriert werden kann und darf und nach einer gemeinsamen Lösung ruft.